Mineralien im Trinkwasser — was der Körper wirklich braucht
Wer ein Mineralwasser im Supermarkt kauft, achtet auf Mineralstoffgehalt. Wer einen Wasserfilter nutzt, sorgt sich oft um „entzogene Mineralien“. Wie wichtig sind Calcium und Magnesium im Wasser wirklich?
Die Hauptmineralien
Trinkwasser enthält je nach Region unterschiedliche Mengen an Calcium (typisch 50–200 mg/l), Magnesium (10–50 mg/l), Natrium (5–50 mg/l) und Kalium (1–5 mg/l). Mineralwässer können diese Werte erheblich überschreiten — heilkundlich relevant werden sie aber erst bei Konzentrationen von mehreren hundert Milligramm pro Liter.
Wie viel braucht der Körper?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt erwachsenen Personen pro Tag etwa 1.000 mg Calcium und 300–400 mg Magnesium. Bei 2 Litern Wasserverbrauch pro Tag liefert hartes Wasser (200 mg Ca/l) maximal 400 mg Calcium — also rund 40 Prozent des Tagesbedarfs. Bei weichem Wasser sind es nur etwa 50 mg, also 5 Prozent.
Die Nahrung als Hauptquelle
Über 90 Prozent der Mineralstoff-Aufnahme erfolgt über feste Nahrung. Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Nüsse, Vollkornprodukte und mineralstoffhaltige Hülsenfrüchte sind die Hauptquellen. Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf zuverlässig — auch wenn das Trinkwasser sehr weich ist.
Wann sind Wassermineralien relevant?
Bei einseitiger Ernährung, in extremer Hitze oder bei Magnesium-Verlusten durch starkes Schwitzen kann mineralhaltiges Wasser einen Beitrag leisten. Senioren mit reduzierter Nahrungsaufnahme profitieren besonders. Für Säuglinge gilt das Gegenteil: Babynahrung muss mit natriumarmem Wasser zubereitet werden (Empfehlung des BfR).
Was passiert bei Umkehrosmose?
Die Membran entfernt 95–99 Prozent aller gelösten Mineralien — auch der wertvollen. Das Wasser wird sehr „leer“. Sensorisch wirkt es flach, und der pH-Wert sinkt durch gelöstes CO₂. Eine nachgeschaltete Mineralisierungsstufe ergänzt Calcium und Magnesium gezielt — typische Werte: 40–80 mg/l Calcium, 5–15 mg/l Magnesium. Das Wasser schmeckt wieder vollmundig, der pH-Wert liegt im neutralen Bereich.
Ist remineralisiertes Wasser gesünder?
Im strengen Sinne nicht messbar gesünder als gut zubereitetes Mineralwasser oder mittelhartes Leitungswasser. Aber: Es schmeckt deutlich besser als rein osmotisches Wasser, und es macht die zusätzliche Filterung sensorisch verlässlicher. Aus Sicht von Geschmack und Nutzerakzeptanz ist die Mineralisierungsstufe in einer Premium-Anlage Standard — nicht aus medizinischer, sondern aus genussorientierter Notwendigkeit.
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Kontakt aufnehmen Produkte ansehen →Quellen und weiterführende Informationen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Referenzwerte, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Stellungnahmen zu Säuglingsnahrung, Mineral- und Tafelwasser-Verordnung.